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Benefizkonzert vor vollem Haus

04.09.2017

Mit Musik Herzen bewegen – diesem Motto verpflichtet, stellte die BDH-Stiftung am 1. September das erste eigene Benefizkonzert auf die Beine. Die Erlöse dieses bunten Konzertabends in Vallendar sollen Lena und ihrem Assistenzhund Jamie zugute kommen.

Benefizkonzert vor vollem Haus

Pünktlich um 18.00 Uhr begann der musikalische Event in der bis auf den letzten Platz gefüllten Vallendarer Palottikirche, die den etwa 500 Gästen ein außergewöhnliches Klangerlebnis unter ihrem Gewölbe bot. Das Team der BDH-Stiftung um den Spiritus rector des Abends, Lothar Lehmler, hatte ganze Arbeit geleistet und es geschafft, neben der Band „Blutsbande“, an der auch Lothar Lehmler persönlich an der Gitarre mitwirkte, den bekannten Musiker Michael Knopp auf die Bühne zu bringen. Den vollen Klangkörper der Kirche nutzten die von ihm choreografierten Chöre „Heroes, W.U.M., TK-Chörchen, Franziskus-Chor und Klangseelen“, die aufeinander abgestimmt durch einen bewegenden Abend führten. Vielfalt statt Mainstream stand auf dem Programm – ganz im Sinne eines gelungenen Teilhabegedankens. So kam beinahe jeder Musikgeschmack auf seine Kosten.

Der Hintergrund

Die BDH-Bundesvorsitzende Ilse Müller lenkte in ihrer Funktion als Stiftungsvorsitzende den Blick auf die Arbeit der Vita Assistenzhunde e.V. und erinnerte in ihrer Ansprache an den Kitt unserer Gesellschaft: Solidarität. Eine gesunde und lebende Gemeinschaft von Gleichberechtigten muss sich ohne wenn und aber für diejenigen stark machen, die im Alltag Hilfestellungen nötig haben. Menschen mit schwerer Behinderung kämpfen nicht grundlos um Teilhabechancen: Viele berechtigte Forderungen drohen im politischen Alltagslärm unterzugehen! Und so zerbröselt die Solidarität der Menschen untereinander, das Fundament unseres Zusammenlebens vor unseren Augen. Solidarität muss immer aufs Neue erkämpft werden. Am ehesten gelingt dies, wenn man die Herzen der Menschen für das Thema der Inklusion, der Teilhabe am Alltagsleben gewinnt. Und da kommt Menschen wie Lena eine besondere Rolle als Botschafterin zu. Eine Botschafterin, die mit viel Mut die Bühne stellvertretend für viele Menschen betrat, die um Anerkennung und Hilfestellung kämpfen müssen.

Jamie, der Alleskönner

Lena ist eine junge Frau mit spastischen Lähmungen und auf einen Rollstuhl angewiesen. Ihr Golden Retriever Jamie assistiert ihr im Alltag, nachdem der Verein Vita Assistenzhunde ihn über einen Zeitraum von drei Jahren für den anspruchsvollen Job fit gemacht hat. Gut dressierte Assistenzhunde sind nicht selten der letzte Weg Schwerstbehinderter heraus aus der gesellschaftlichen Isolation. Alle spürten, wie sehr Lena und Jamie zu einem Team zusammengewachsen sind und welche bewegende emotionale Brücke Jamie in Lenas Alltag geschlagen hat. Die Unterstützung der BDH-Stiftung und der Musiker um Michael Knopp könnte dazu beitragen, dass bald weitere Brücken dieser Art geschlagen und weitere Assistenzhunde ausgebildet werden können. Jamie ist ein Spezialist: Er ist in der Lage, Lena heruntergefallene Dinge zurückzubringen, ihr die Mütze auszuziehen und immer wieder neue Kontakte zu anderen Menschen zu schaffen. Bedenkt man, dass die Ausbildung eines Assistenzhundes spielend einen Betrag von 25.000 € erreichen kann, lässt sich der Streit um die Finanzierung als Regelleistung leicht nachvollziehen. Und so steht und fällt alles mit der Spendenbereitschaft der Menschen, der Arbeit von Stiftungen und Interessenvertretungen, die im täglichen Ringen um bessere finanzielle Rahmenbedingungen, Barrierefreiheit und materiell sichtbare Inklusion auf ein offenes gesellschaftliches Klima angewiesen sind. Die BDH-Stiftung nimmt diesen Auftrag an und fügt sich mit ihrer sozialen Projektarbeit nahtlos in das traditionsreiche Stiftungskorsett des deutschen Sozialwesens ein.

Großes Engagement

Ein großes Dankeschön geht selbstverständlich an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die mit großer Begeisterung und viel Herzblut über Wochen am Gelingen dieses bunten Abends mit viel Liebe fürs Detail gefeilt haben. Die drei Großsponsoren „Haus Wassenberg, gotomedia und der BDH-Klinik Vallendar“ bildeten das „Fachwerk“ des Abends, der den Menschen in guter Erinnerung bleiben wird und hoffentlich seinen bescheidenen Beitrag leistet, die Leistung der Sozialarbeit, des Ehrenamts und die große gesellschaftspolitische Verantwortung jedes einzelnen für Teilhabegerechtigkeit in das kollektive Gedächtnis unserer Zeit zurückzurufen.

Sie können das Projekt mit einer Spende weiterhin unterstützen:
Spendenkonto
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE 19 3702 0500 0020 1620 16
BIC BFSWDE33XXX
Bitte verwenden Sie folgenden Verwendungszweck:
"Benefizkonzert Assistenzhund-Kostenstelle 9000"

Mehr über die Aktivitäten der BDH-Stiftung erfahren Sie im Internet, unter: www.bdh-reha.de/de/stiftung
 

 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

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